Erfurt
DIE LINKE in Erfurt
Fraktion DIE LINKE im Erfurter Stadtrat
Erfurts Landtagsabgeordnete der LINKEN
Sonstiges
Thüringer Verfassungsgerichtshof

Geboren wurde ich 1964 als Sohn des Arbeiters Egon Menzel, gelernter Bäcker, Beruf Kranführer bei der Firma Hoesch. Meine Mutter war Hausfrau.
Groß geworden bin ich in Dortmund / Scharnhorst, einer Hochhaussiedlung. Dort habe ich meine ganze Jugend bis zum 18. Lebensjahr verbracht.
Auf einer Ganztagsschule im selben Stadtteil machte ich dann auch mein Abitur. Während der Schulzeit war ich Schulsprecher und Mitglied der Schülerzeitung. In dieser Zeit habe ich mich aktiv an den Bewegungen gegen die Stationierung von Atomwaffen in der Bundesrepublik (Pershing II) und gegen die Atomkraft beteiligt. Unter anderem war ich auf verschiedenen Demonstrationen dieser Bewegungen. Damals habe ich gelernt, mich kritisch mit gesellschaftspolitischen Themen auseinanderzusetzen und mich für Alternativen zum gesellschaftspolitischen Mainstream zu interessieren.
Nach meinem Abitur stand ich vor der Frage, ob ich mich für den Wehrdienst oder für den Zivildienst entscheide. Ich habe mich aufgrund meiner persönlichen moralischen und politischen Vorstellungen für den Zivildienst entschieden und den Kriegsdienst verweigert. Im Anschluss an das Anerkennungsverfahren habe ich Zivildienst beim Mobilen Sozialen Hilfsdienst in Dortmund geleistet. Es handelte sich um eine soziale Einrichtung, die älteren Menschen zur Hand gegangen ist. Die Entscheidung gegen den Wehrdienst war für mich klar, da ein Dienst an der Waffe - damals, wie auch heute - für mich ausgeschlossen ist.
Beginnend mit dem 6. Lebensjahr habe ich aktiv Fußball gespielt. Dabei entwickelte ich mich sportlich derart, dass ich nach dem Zivildienst in der ungewöhnlichen Lage war, mich entscheiden zu müssen, ob ich die Karriere eines Profi-Fußballers anstrebe - ich hatte entsprechende Angebote von Regionalliga-Vereinen. Ich habe mich aber für das Studium der Rechtswissenschaften in Marburg entschieden.
Dort habe ich im Allgemeinen Studentenausschuss mitgearbeitet, mich so hochschulpolitisch engagiert und mich für die Verbesserung der Bedingungen von Studierenden eingesetzt.
Als Arbeiterkind musste ich allerdings mein Studium selbst finanzieren. Das geringe Bafög reichte nicht, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, und meinem Vater war es finanziell nicht möglich, mich entsprechend zu unterstützen. So habe ich 5 1/2 Jahre als Kellner in einer Disco und als Hausmeister gearbeitet.
Nachdem ich mein Studium abgeschlossen habe, unterrichtete ich während meines Referendariats in Kassel auch an einer Computerschule Rechtskunde in Erfurt. 1993 habe ich mich in einer Erfurter Kanzlei beworben, 1/2 Jahr später habe ich mich dann hier selbstständig gemacht. Seit 1993 bin ich Rechtsanwalt mit dem Schwerpunkt Zivilrecht in Erfurt.
Ich habe 1993 in Erfurt geheiratet und sehr stark an meiner beruflichen Zukunft gearbeitet, da ich als Selbständiger die Verantwortung für einige Mitarbeiter hatte. Als Anwalt wurde ich etwa 1994 gefragt, ob ich der Interessenvertreter des Vermieterbundes Erfurt e.V. werden möchte. In der Folge habe ich zwar am politischen Leben teilgenommen, ohne dass ich zunächst aktiv gewesen wäre.
Für kurze Zeit war ich Anfang der 1990er Jahre Mitglied der FDP. 2004 wurde ich Mitglied der CDU und saß für die Partei im Erfurter Stadtrat. Drei Jahre später verließ ich die Stadtratsfraktion und kurze Zeit danach auch die Partei, da ich mit der Vorrangsstellung wirtschaftlicher Interessen vor sozialen Problemen in der Bundespolitik der CDU nicht mehr leben konnte. Kommunalpolitisch kam ein Konflikt mit der Stadtratsfraktion hinzu, die mein Bestreben die KOWO zu sichern nicht unterstützte.
Im Landtagswahlkampf 2008/2009 entschied ich mich, Bodo Ramelow als Mitglied in dessen Kompetenzteam zu unterstützen und für einen politischen Wechsel in Thüringen zu werben. Bodo Ramelow kenne ich bereits seit vielen Jahren und habe rege politische Debatten mit ihm geführt. Er hat mich zum Interesse an der Politik der LINKEN gebracht. Seit Mai 2010 bin ich auf dem Platz der LINKEN Mitglied des Thüringer Verfassungsgerichtes.
In meiner Freizeit war ich Jugendtrainer beim SV Alach, zeitweise auch beim ESV Lok. Mein Sohn spielte dort Fußball und ich habe die Jugendarbeit dort unterstützt.
Auch heute spiele ich noch teilweise in der Alt-Herren Mannschaft des SV Alach und manchmal - bei Bedarf - in der zweiten Mannschaft. Der SV Alach ist ein Verein, der mich sehr herzlich aufgenommen hat und in dem ich mich sehr wohl fühle!
Während meiner Zeit als Mitglied im Stadtrat war ich gleichzeitig im Ortschaftsbeirat von Alach und habe mich dort um die Belange des Ortschaftsrates gekümmert. Ich war einer der Mitinitiatoren der Bergkreis-Zeitung, die es bis heute gibt.
Ich bin Mitglied im SV Alach und dem Sozialverband VdK Erfurt. Beim Kreisverband des VdK Erfurt bin ich erster Vorsitzender. Zudem war ich Vorsitzender des Vermieterbundes Erfurt bis 2011. Auch im ESC - Erfurter Eissport-Club fungierte ich eine Zeit lang als stellvertretender Vorsitzender.