Mein Leben in Kürze:

  • Geboren 1964 in Dortmund
  • Verheiratet, zwei Kinder
  • Studium der Rechtswissenschaften in Marburg
  • Seit 1993 selbstständiger Rechtsanwalt in Erfurt
  • 2004 bis 2007 Mitglied der CDU Stadtratsfraktion
  • 2009 Austritt aus der Kirche
  • 2008/2009 Mitglied des Kompetenzteams von Bodo Ramelow (DIE LINKE) im Landtagswahlkampf
  • Vorsitzender des Sozialverbandes VDK Erfurt
  • Seit 2010 als Vertreter der LINKEN Mitglied des Thüringer Verfassungsgerichts
 
 

Mein Leben

Kreisbüro in Musterhausen

Ge­bo­ren wur­de ich 1964 als Sohn des Arbeiters Egon Menzel, gelernter Bäcker, Be­ruf Kran­füh­rer bei der Fir­ma Ho­esch. Mei­ne Mut­ter war Haus­frau.

Groß ge­wor­den bin ich in Dort­mund / Scharnhorst, ei­ner Hoch­haus­sied­lung. Dort ha­be ich mei­ne ganze Ju­gend bis zum 18. Lebensjahr verbracht.

Auf einer Ganztagsschule im selben Stadtteil machte ich dann auch mein Abitur. Wäh­rend der Schul­zeit war ich Schul­spre­cher und Mit­glied der Schü­ler­zeit­ung. In dieser Zeit ha­be ich mich ak­tiv an den Bewegungen gegen die Stationierung von Atomwaffen in der Bundesrepublik (Pers­hing II) und gegen die Atom­kraft­ be­tei­ligt. Unter anderem war ich auf ver­schie­de­nen De­monstrationen dieser Bewegungen. Damals ha­be ich ge­lernt, mich kri­tisch mit ge­sell­schaft­spo­li­ti­schen The­men aus­ein­an­der­zu­set­zen und mich für Alternativen zum gesellschaftspolitischen Mainstream zu interessieren.

Nach mei­nem Ab­itur stand ich vor der Fra­ge, ob ich mich für den Wehr­dienst oder für den Zi­vil­dienst ent­schei­de. Ich ha­be mich auf­grund mei­ner per­sön­li­chen moralischen und politischen Vorstellungen für den Zi­vil­dienst ent­schie­den und den Kriegs­dienst ver­wei­gert. Im An­schluss an das An­er­ken­nungs­ver­fah­ren ha­be ich Zi­vil­dienst beim Mo­bi­len So­zia­len Hilfs­dienst in Dort­mund geleistet. Es han­delte sich um ei­ne so­zia­le Ein­rich­tung, die äl­te­ren Men­schen zur Hand ge­gan­gen ist. Die Ent­schei­dung ge­gen den Wehr­dienst war für mich klar, da ein Dienst an der Waf­fe - da­mals, wie auch heute - für mich aus­ge­schlos­sen ist.

Be­gin­nend mit dem 6. Le­bens­jahr ha­be ich ak­tiv Fuß­ball ge­spielt. Dabei entwickelte ich mich sportlich derart, dass ich nach dem Zi­vil­dienst in der ungewöhnlichen Lage war, mich entscheiden zu müssen, ob ich die Kar­rie­re ei­nes Profi-Fuß­bal­lers an­stre­be - ich hat­te ent­spre­chen­de An­ge­bo­te von Re­gio­nal­li­ga-Vereinen. Ich ha­be mich aber für das Stu­di­um der Rechts­wis­sen­schaf­ten in Marburg ent­schie­den.

Dort habe ich im Allgemeinen Studentenausschuss mitgearbeitet, mich so hochschulpolitisch engagiert und mich für die Verbesserung der Bedingungen von Studierenden eingesetzt.

Als Arbeiterkind musste ich allerdings mein Stu­di­um selbst finanzieren. Das ge­rin­ge Ba­fög reich­te nicht, um mei­nen Le­bens­un­ter­halt zu be­strei­ten, und mei­nem Va­ter war es fi­nan­ziell nicht möglich, mich ent­spre­chend zu un­ter­stüt­zen.  So habe ich 5 1/2 Jah­re als Kellner in ei­ner Dis­co und als Hausmeister gearbeitet.

Nach­dem ich mein Stu­di­um ab­ge­schlos­sen ha­be, unterrichtete ich während meines Referendariats in Kassel auch an einer Computerschule Rechtskunde in Erfurt. 1993 ha­be ich mich in ei­ner Erfurter Kanz­lei be­wor­ben, 1/2 Jahr spä­ter ha­be ich mich dann hier selbst­stän­dig ge­macht. Seit 1993 bin ich Rechts­an­walt mit dem Schwer­punkt Zi­vil­recht in Er­furt.

Ich ha­be 1993 in Er­furt ge­hei­ra­tet und sehr stark an mei­ner be­ruf­li­chen Zu­kunft ge­ar­bei­tet, da ich als Selb­stän­di­ger die Ver­ant­wor­tung für ei­ni­ge Mit­ar­bei­ter hat­te. Als An­walt wur­de ich etwa 1994 ge­fragt, ob ich der In­ter­es­sen­ver­tre­ter des Ver­mie­ter­bun­des Er­furt e.V. wer­den möch­te. In der Fol­ge ha­be ich zwar am po­li­ti­schen Le­ben teil­ge­nom­men, oh­ne dass ich zunächst ak­tiv ge­we­sen wä­re.

Für kurze Zeit war ich Anfang der 1990er Jahre Mit­glied­ der FDP. 2004 wurde ich Mitglied der CDU und saß für die Partei im Erfurter Stadtrat. Drei Jahre später verließ ich die Stad­trats­frak­tion und kurze Zeit danach auch die Partei, da ich mit der Vorrangsstellung wirtschaftlicher Interessen vor sozialen Problemen in der Bundespolitik der CDU nicht mehr leben konnte. Kommunalpolitisch kam ein Konflikt mit der Stadtratsfraktion hinzu, die mein Bestreben die KOWO zu sichern nicht unterstützte.

Im Landtagswahlkampf 2008/2009 entschied ich mich, Bodo Ramelow als Mitglied in dessen  Kompetenzteam zu unterstützen und für einen politischen Wechsel in Thüringen zu werben. Bodo Ramelow kenne ich bereits seit vielen Jahren und habe rege politische Debatten mit ihm geführt. Er hat mich zum Interesse an der Politik der LINKEN gebracht. Seit Mai 2010 bin ich auf dem Platz der LINKEN Mit­glied des Thü­rin­ger Ver­fas­sungs­ge­richtes.

In mei­ner Frei­zeit war ich Ju­gend­trai­ner beim SV Alach, zeit­wei­se auch beim ESV Lok. Mein Sohn spiel­te dort Fuß­ball und ich habe die Ju­gend­ar­beit dort un­ter­stüt­zt.

Auch heute spie­le ich noch teil­wei­se in der Al­t-Her­ren Mannschaft des SV Alach und manch­mal - bei Be­darf - in der zwei­ten Mann­schaft. Der SV Alach ist ein Ver­ein, der mich sehr herz­lich auf­ge­nom­men hat und in dem ich mich sehr wohl füh­le!

Wäh­rend mei­ner Zeit als Mit­glied im Stadtrat war ich gleich­zei­tig im Ort­schafts­bei­rat von Alach und ha­be mich dort um die Be­lan­ge des Ort­schafts­ra­tes ge­küm­mert. Ich war ei­ner der Mit­ini­tia­to­ren der Berg­kreis-Zeit­ung, die es bis heu­te gibt.

Ich bin Mitglied im SV Alach und dem Sozialverband VdK Er­furt. Beim Kreisverband des VdK Er­furt bin ich er­ster Vor­sit­zen­der. Zudem war ich Vorsitzender des Vermieterbundes Erfurt bis 2011. Auch im ESC - Er­fur­ter Eis­sport-C­lub fungierte ich eine Zeit lang als stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der.