Angesichts der NPD-Kundgebungen am 15. September vor dem Thüringer Landtag und am 17. September an der Vilnius-Passage im Erfurter Rieth ruft Michael Menzel, Oberbürgermeisterkandidat der LINKEN, zum Engagement gegen Neonazis auf: „Gemeinsam sollten wir Erfurterinnen und Erfurter auf den Kundgebungen von antifaschistischen Gruppierungen und Gewerkschaften ein klares Zeichen gegen Neo-Nazis setzen.“
Gerade die Geschichte des Landtages als Sitz des Judenreferats der Gestapo und des 15. September als Datum der NS-Rassegesetze mache den Charakter der neofaschistischen Kundgebungen als Angriff auf Humanismus und Demokratie deutlich. Die NPD und ihre Anhängerinnen und Anhänger legten angesichts dieser Geschichte ihre menschenverachtende Haltung gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus offen, wenn sie auf ihren Kundgebungen dessen Ideologie erneut verbreiteten.
„Rassistisches und antisemitisches Gedankengut darf in Erfurt nirgends Fuß fassen und Raum bekommen. Als zukünftiger Oberbürgermeister ist es mein Anliegen, die Ordnungsbehörden stärker darin zu schulen, Versammlungen, auf denen gegen andere Menschen gehetzt wird und die Verbrechen des Nationalsozialismus geleugnet oder relativiert werden, zu unterbinden“, erklärte Menzel. „Ich stehe für ein lebenswertes Erfurt für alle Menschen. Für das Anliegen der NPD, einige Erfurterinnen und Erfurt für unwert zu erklären, habe ich nur Verachtung übrig“, so der LINKEN-Kandidat weiter.